Auberge de la Klauss

Verifiziert von Rolf Klöckner
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1 Route de Kirschnaumen, 57480 Montenach, Frankreich
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Ein Traum für Feinschmecker

Die „Auberge de la Klauss“ ist weit über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt und beliebt. Hier finden Liebhaber großer, deftiger Portionen und hochwertiger Produkte genau das Richtige. Im Mittelpunkt steht die Qualität der Lebensmittel – von der Erzeugung bis zur Verarbeitung.

Seit zwei Jahrzehnten besuche ich immer wieder Freunde im Landkreis Merzig. Pflicht bei solchen Wochenendausflügen ist eine kleine Überlandfahrt nach Lothringen. Es gibt viel zu sehen und zu probieren im „Pays des trois frontières“, wie die Gegend im Dreiländereck in Frankreich heißt. Hier begegnen sich Frankreich, Luxemburg und Deutschland. Die hügelige Landschaft hat etwas, über die zahlreichen Burgen, Schlösser und Ruinen werden jede Menge Geschichten und Sagen erzählt. Die Mosel durchzieht das Land, und in allen drei Ländern wird hier guter Wein angebaut.

Etwas oberhalb von Sierck-les-Bains, inmitten des herrlichen Siercker Landes, gibt es ein ganz besonderes, kulinarisches Juwel. Das kleine Dorf heißt Montenach, und dort hat Charles Keff seine „Auberge de la Klauss“. „Mein Urgroßvater hat die Auberge gebaut, das war 1869“, erzählt er. „Meine Eltern haben 100 Jahre später, also 1969, eine kleine Wirtschaft daraus gemacht.“ Keff selbst übernahm es 1977 und machte daraus ein Restaurant. „Wir arbeiten seither im Respekt der biologischen Aufzucht unserer Tiere, ohne Chemie. Unser internationales Publikum macht uns stolz.“

Es ist eine Oase der Besinnlichkeit, der Ruhe und des Genusses. Zu all dieser inneren Freude werden im gemütlich eingerichteten Landgasthaus mehr oder weniger deftige Speisen gereicht. Das ist auch gut so, denn nach einem ausgiebigen Marsch durch die angrenzenden Hügel und Täler sehnt sich der ausgemergelte Körper nach einem kräftigen Mahl. Die Menüs in diesem Hause sind wohlüberlegt zusammengestellt, und der Kunde freut sich über faire Preise. Das Haus ist hervorragend geführt, und all die wohlschmeckenden Dinge, die es hier zu kosten gibt, können die Gäste auch mit nach Hause nehmen.

Neben dem Restaurant befindet sich eine kleine Boutique, das Magasin de L’Auberge, wo man hervorragende Weine, regionale Käsesorten und auch Terrinen sowie hausgemachte Gänsestopfleber erstehen kann. Für mich ein ganz besonderes Restaurant in unserer Gegend.

Der Bauernhof mit der großen Entenfarm ist die Grundlage der kulinarischen Ausrichtung des Hauses. Seit 1988 züchtet Familie Keff hier Enten, Truthähne, Gänse und Schweine. Hier bekommt der Gast einen hausgemachten Enteneintopf oder eine Entenbrust in wuchtig-fruchtiger Soße – so gut, wie man diese nur selten genießen kann. Die Portionen sind üppig, die Gerichte deftig. Die „Du darfst-Gemeinde“ sollte dieses Haus meiden. Wer nur picken möchte, muss woanders hinfahren.

Wer hingegen diese herausragenden Kreationen zu schätzen weiß und auch eine saftige Portion Wildschwein oder Rotwild liebt, für den heißt es: ab ins Auto und zu Charles Keff. Der Patron ist ein sympathischer Zeitgenosse mit großem Sachverstand. Er nennt einen Weinkeller mit 30.000 Flaschen sein Eigen. Mehr als 500 Weingüter sind hier vertreten. Viele dieser Kreszenzen stammen aus kleinen Weingütern, haben aber alle eines gemeinsam: eine herausragende Qualität.

Überhaupt sorgt man sich hier um das Produkt. Es gibt keine Billigware, im kleinen Geschäft nebenan können Besucher alle vom Bauernhof erzeugten Lebensmittel erstehen. Man ist hier stolz auf seine Lebensmittel. Fast alles wird vor Ort produziert, der Rest bei kleinen Händlern aus der Region hinzugekauft. Ich fahre oft hierher, alleine des Käses wegen. Montags ist das Geschäft allerdings geschlossen.

Ein kleines Hotel mit 27 Zimmern, davon elf Suiten

Weizen und Korn wachsen auf den Feldern rund um die Auberge. Auch geräuchert wird im Haus, über der Cave befindet sich ein großer Räucherofen. Die Enten laufen auf einer großen Wiese hinter der Auberge de la Klauss. Auch die Hühner, Gänse und Schweine wachsen hier so auf, wie es sein sollte. Das Gelände ist acht Hektar groß. Die Hausherren sprechen mit den Tieren und Musik läuft, was diese anscheinend besonders mögen.

Hier findet man regionale Käse von kleinen Erzeugern, geräucherte Schinken, Würste vom Wildschwein und Rehterrine. Aber auch Enten, Rehrücken und eine getrüffelte Wildschweinnuss. Kleiner Tipp: Beim Einkauf etwas Entenschmalz mitnehmen und darin Bratkartoffeln anbraten – ein Gedicht.

Vor ein paar Wochen war ich wieder da, gerade wurde das Hotel eröffnet. Hausherr hier ist Alexandre Keff. Drei Jahre dauerte es, bis das Hotel fertig wurde. Es hat alles, was ein schönes Hotel braucht. Die Zimmer sind individuell gestaltet und laden zum längeren Verweilen ein. Ein wundervolles Haus. 27 Zimmer gibt es hier, davon elf Suiten. Alles aus Natursteinen, es soll ursprünglich sein. „Wir bieten einen großen Spa-Bereich, rund ums Haus gibt es zahlreiche Wanderwege, diesseits und jenseits der Grenze. Von hier aus kann man auch touristisch die Region entdecken, von der saarländischen Saarschleife bis nach Luxemburg und Trier“, erzählt Charles Keff.

Weit und breit gibt es hier kein anderes Hotel, die Freunde der französischen Lebensart und der Weine von Saar und Mosel haben vielfältige Möglichkeiten, die Region kulinarisch zu erforschen. Und viele Gäste werden ihre Reise nach Montenach so beschließen, wie ich es auch immer tue: mit einem Besuch im Geschäft und im Weinkeller.

Auberge de la Klauss.jpg 2 Jahren.
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