Frühlingszeit - Spargelzeit
„Königliches
Gemüse”, “Frühlingsluft in Stangen”, “essbares Elfenbein” -
so vielfältig die Vergleiche, so groß ist auch die
Faszination, die Spargel immer wieder und durch die
Jahrhunderte auf viele Feinschmecker aus allen Erdteilen
ausübt. Der weiße Spargel ist eine deutsche Tradition, nicht
nur die Gastronomen betonen immer wieder der beste weiße
Spargel kommt aus Deutschland. Recht so. Etwas kräftiger und
intensiver sind der violette und grüne Spargel, die in
Frankreich und den Mittelmmeerländern bevorzugt werden. Für
die schnelle Küche haben sie den Vorteil, dass nur wenig
abgeschnitten werden muss und viele Kochprofis ihn in
Olivenöl ein paar Minuten schmoren. Als Sauce dienen dann
oft eine Vinaigrette, nur ein paar Spritzer Zitrone und
Balsamico oder man hobelt etwas Käse darüber. Spargel lagert
man am Besten feucht, kühl und dunkel. Sie müssen auch auf
die Qualität achten. Es gibt drei Handelsklassen in
Deutschland: „Klasse Extra“, der Beste und wahrscheinlich
Teuerste z.Zt um die 10 Euro; „ Klasse 1“, um die 7 Euro;
„Klasse 2“, um die 5 Euro.
Ein junger Koch aus Neunkirchen, Daniel
Beyermann, Restaurant „Zum Fässchen“,
Max-Braun-Straße 4, 66538 Neunkirchen, Tel.06821-919818 gab
mir das Rezept „Spargel-Tomatenragout mit
Bärlauch“.
Nun die Zutaten für 4 Personen:
500 gr. Spargel 500 gr. Tomaten, Bärlauch nach Bedarf, Salz,
Pfeffer und Muskat, etwas Butter zum Anschwitzen.
Zubereitung:
Spargel bissfest kochen. Danach in kleine Stücke schneiden,
ebenso frische Tomaten würfeln .Das ganze dann kurz
anschwitzen miteinander, gehackten Bärlauch drunter ziehen
und mit etwas Salz, weißem Pfeffer und Muskat abschmecken.
Dazu passt wunderbar gebratenes Steinbeißerfilet mit
Salzkartoffeln.
Die nächste Frage stellt sich dann: „Welcher Wein passt
zum Spargel?“
Sommelier Carlo
Weidner von Boxberg C & C, Betzenhölle 28,
66538 Neunkirchen, Tel. 06821-9840 meint dazu: „Der
2008er Weiße Burgunder trocken, aus der
klassifizierten Einzellage Laumersheimer
Mandelberg präsentiert sich sehr schmelzig, fast
schon crémig, lebendig und mit großer Opulenz. Der Wein
kommt vom Weingut Philipp Kuhn aus
Laumersheim in der Pfalz, ganz in der Nähe von Grünstadt.
Aufmerksam auf Philipp Kuhn wurde ich schon des Öfteren, zum
einen durch den Gewinn des Deutschen
Rieslingpreises in der Zeitschrift
"Capital" und zum zweiten gewann er schon fünf Mal
den Deutschen Rotweinpreis, neben vielen
anderen Auszeichnungen!!! Die wunderbare mineralische Note
verbindet sich mit einer dezenten und feinen
Burgunderfrucht. Nach mehreren Verprobungen ist dieser
Burgunder dieses Jahr mein absoluter Favorit zum
Spargel.“
Jetzt gilt es also
nur noch aufzupassen, dass der Spargel frisch ist: Schneiden
Sie an der unteren Kante 1 cm weg und drücken Sie drauf.
Wenn Flüssigkeit austritt, ist er frisch. Oder machen Sie
den Quietschtest: Legen Sie zwei Spargel über Kreuz und
reiben Sie diese aneinander. Wenn es quietscht, ist er
frisch.
Ich esse in dieser Zeit Spargel, bis zum Ende der Saison
am 24. Juni. Ich friere ihn nicht ein, sondern werde jetzt
meinen Jahresbedarf decken. Denn im Winter kaufe ich eine
wohlschmeckende Verwandte und bereite diese dann frisch zu:
die Schwarzwurzel.
Genuss grenzenlos
wünscht Ihnen
Rolf Klöckner |