Die Zeit für das königliche Gemüse ist angebrochen
„Königliches Gemüse”,
“Frühlingsluft in Stangen”, “essbares
Elfenbein” - so vielfältig die Vergleiche, so
groß ist auch die Faszination, die Spargel immer
wieder und durch die Jahrhunderte auf viele Feinschmecker
aus allen Erdteilen ausübt.
Anfang des 17.
Jahrhunderts wurde schon Spargel gekocht. Zu dieser Zeit
entstanden die ersten Anbaugebiete, die zum Teil noch heute
Bedeutung haben. Ohne Zweifel ist mit dem Anbau von
grünem Spargel wesentlich früher begonnen worden.
Vor allem in Frankreich ist der Anbau des grünen
Spargels bevorzugt worden. Im Saarland ist die Spargelgegend
rund um Wallerfangen. Dort kann man auch den Spargel direkt
vom Hof beziehen.
Noch im 19. Jahrhundert schätzte man Spargel nicht
nur wegen seines Wohlgeschmacks, sondern auch wegen seiner
vermeintlichen Heilwirkung. So war Spargel im amtlichen
Arzneibuch vermerkt, musste also in Apotheken vorrätig
sein. Carl Zuckmayer sagte über das königliche
Gemüse: „Wenn Du Kartoffeln oder Spargel isst,
schmeckst Du den Sand der Felder und den Wurzelsegen, des
Himmels Hitze und den kühlen Regen, kühles Wasser
und den warmen Mist.”
Beim Spargelkauf sollte der Frische die höchste
Aufmerksamkeit zuteil werden. Immerhin besteht frisch
gestochener Spargel zu etwa 95 Prozent aus Wasser! Die
Spargelenden sollten nicht hohl, bräunlich
verfärbt oder ausgetrocknet sein. Daher sollte der
Spargel nach der Ernte so schnell wie möglich zum
Konsumenten kommen. Schauen Sie sich die saftigen, nicht
ausgetrockneten Schnittenden genauer an. Zur Probe
drücken Sie das Ende zusammen. Wenn es spritzt, so ist
der Spargel wahrscheinlich frisch. Der Saft sollte zudem
angenehm duften und nicht säuerlich schmecken. |