regioGuide - Le Guide BleuGenuss grenzenlos - Des gourmandises sans frontières  
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Genuss beschränkt sich nicht nur auf Essen und Trinken

Ein paar Gedanken zu unserem Genussempfinden. Manchmal ist es damit nicht weit her, und etliche Zeitgenossen, gerade in Deutschland, glauben, dass sie den Genuss erfunden haben. Leider merkt man davon im Alltag nicht sehr viel. Vielleicht helfen die kleinen Bemerkungen ihnen ihre Liebe zu einem genussvollen Leben wieder zu finden.

Gute Zeiten
Damals: als die Maden aus dem Speck krochen, der Apfel Würmer hatte, die Butter noch ranzig wurde.

Große Restaurants
Die Küche der Gourmettempel ist eine Hochküche mit den gleichen Produkten. Deshalb muss die regionale Identität unbedingt erhalten bleiben. Konformität kennen wir eigentlich aus der Burger- und Kebab-Kultur. Liebe und Sympathie auf dem Teller Es gibt Köche, vor allem aber Köchinnen, die schaffen es: sie bringen Liebe und Sympathie auf den Teller.

Schlecht essen
Phantasielose Gesellen essen schlecht. Es fällt ihnen einfach nichts ein. Wenn Politiker Allerweltsgerichte als Lieblingsspeise preisen, können Sie davon ausgehen, dass sie nicht gelogen haben.

Kritiker
Viele glauben, sie kennen die Welt der Restaurants, Hotels und Feinkosttempel. Doch, wer nur in 20 Restaurants war, wird eines dieser 20 Häuser für das beste der Welt halten.

Genuss
Genießen kann so einfach sein. Wir gleiten mit dem Hausboot raus auf den Étang de Thau, haben uns auf dem Markt in Marseillan noch Tomaten, Olivenöl und etwas Fisch geholt. Charlie von der Bar du Port hat uns einige Flaschen Cahors mitgegeben. So fahren wir langsam Richtung Unendlichkeit.

Zum Abschluss noch ein paar Gedanken zu weiteren angenehmen Dingen des Lebens. Genuss geht nicht nur durch den Magen, sondern wirkt auf ganzheitlicher Basis. Körper, Geist und Seele werden es uns danken, wenn wir ihnen öfters einen Dienst erweisen. Gerade pflanzliche Produkte, ob Kräuter oder Gewürze, sind ein Labsal für unsere Sinne.

Anregender Genuss

Pflanzliche Appetitanreger wirken nicht nur auf Magen und Darm. Genuss grenzenlos erleben Sie mit den Pflanzen, die auf Ihre Hormone wirken. Vor allem die scharfen Gewürze machen Lust: Chili, Muskat, Knoblauch, Ingwer, Pfeffer und Vanille. Ihre Düfte sprechen die Menschen ähnlich wie Pheromone (Sexualstoffe) an. Sie wirken entspannend und anregend zugleich.

Mildere, wie Angelikawurzel, Anis, Basilikum, Rosmarin und Erdnüsse wirken stimmungsaufhellend, steigern die Blutfülle im Bauch und Beckenbereich, verbessern die Durchblutung oder tragen zu einer wolligen Wärme bei.

Brennnesselextrakt hilft die sexuelle Aktivität laut mehrerer Studie zu verzehnfachen. Safran und Rosmarin sollen sogar enthemmend wirken. Nach einem langen und entspannenden Rosmarinbad erhöhen sich die Empfindlichkeit und damit auch die Erregbarkeit der Haut. Die Haut der Partnerin fühlt sich seidig an, was den Partner zu einer engeren Berührung motiviert.

Erdnüsse verbessern die Durchblutung aller Körperteile.

Schon im alten Ägypten und am französischen Hof wusste man das. Basilikum gilt als ein Aphrodisiakum, weil es die Blutfülle im unteren Körperbereich erhöht. Anishaltige Getränke entspannen und machen Lust, der Kinderreichtum in Südfrankreich beweist dies.

 
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