Weingut Heymann-Löwenstein
Zwischen Cochem und Koblenz liegt weingeografisch gesehen
die Untermosel. Einer der Verdienste vom „Philosophen
unter den Winzern“ Reinhard Löwenstein ist es,
dass dieser Bereich heute treffender als
„Terrassenmosel“ bekannt ist. Hier findet man
die steilsten Weinberge Deutschlands, seit altersher
terrassiert und befestigt durch Trockenmauern, die nicht
zuletzt durch Löwensteins Initiative erhalten wurden.
Schon von Beginn an, als Reinhard Löwenstein 1982
zusammen mit seiner Frau Cornelia das Weingut
Heymann-Löwenstein in Winningen gründete, ist sein
Credo: Terroir ist alles.
Nur in
unverwechselbaren Weinbergslagen, können charaktervolle
Weine erzeugt werden, wie diese in Winningen die Lagen
Röttgen oder der Uhlen sind. Um in diesen monumentalen
Steilwänden, Weinbau überhaupt wirtschaftlich
betreiben zu können, legte der studierte
Agraringenieur, Ökonom und Soziologe als erstes
Monorail-Bahnen in den Berg, die in schwindelnder Fahrt Mann
und Gerät zur ausschließlich händischen
Arbeit in diese prädestinierten Lagen transportieren.
Der Lagen-Visionär brachte und etablierte sein
ganzheitliches Verständnis von „Terroir“ an
die Terrassenmosel. Terroir beginnt für ihn mit den
Böden und endet lange nicht bei der Hangausrichtung,
der Hangneigung, den angepfl anzten Rebsorten, dem Ertrag,
den Mikroorganismen im Boden und auf den Traubenhäuten,
dem Vergären des Mostes und dem Ausbau des Weines. Auch
der Mensch ist Teil dieses umfassenden Terroir-Gedankens.
Durch sein Tun begleitet und fördert er nämlich
die Reben und die Trauben bis zum genussfertigen Wein. Nur
mit einem solchen Ansatz konnten seine, für die
jeweilige Lage typischen Spitzenweine entstehen, mit denen
er weltweit reüssiert und durch die er zum Vordenker
und Wegbereiter für die
„Große-Lagen-Klassifi kation“ des VDP
(Verein Deutscher Prädikatsweingüter) wurde.
Anfang 2005 durfte
er als vorläufige Krönung seines
„terroiristischen“ Wirkens den „Wein Oscar
2005 für den besten nicht französischen Wein
weltweit“ aus der Hand des französischen
Weinjournalisten Michel Bettane entgegennehmen. 1900 wurde
das Weingut Egon Müller auf der Weltausstellung in
Paris mit einer Goldmedaille prämiert. Damit sind
Cornelia und Reinhard Löwenstein erst die zweiten
deutschen Winzer, die diese hoch geschätzten
Auszeichnungen erhalten haben und dabei Kultweine, wie Ridge
Monte Bello oder Unico Vega Sicilia hinter sich gelassen
haben.
Das Weingut hat inzwischen eine Größe von 14
ha, wobei nur die besten Weine aus den als erste Lage
klassifizierten Weinberge in Winningen (Uhlen und
Röttgen), sowie dem Nachbarort Hatzenport mit den
Weinbergslagen Kirchberg und Stolzenberg mit der
Lagenbezeichnung gekennzeichnet sind. Seit Anfang der 90er
Jahren produziert Reinhard Löwenstein auch
hochkarätigste edelsüße Weine, die in
kürzester Zeit Kultstatus bekamen und zu den
gesuchtesten Süßweinen der Welt zählen.
Der Einstiegswein
vom Weingut Heymann-Löwenstein, von dem es Bacchus sei
Dank ganz erquickliche Mengen gibt, nennt sich Riesling
Schieferterrassen. In dem sehr schwierigen Jahrgang 2006 ist
es ein Wein geworden, der auf den ersten Blick ein zartes
Gelb zeigt. Die Aromen in Mund, Nase und seinem nicht enden
wollenden Nachhall sind sehr vielschichtig. Sie erinnern an
reife Birnen und Aprikosen ergänzt durch eine dezente
Schiefernase, die etwas Jod und Petrol entfaltet. Im Mund
entwickelt sich ein außergewöhnliches Spiel
zwischen knackiger, frischer und reifer Säure, gepaart
mit saftiger Fülle. Wenn Sie dem Wein im Glas noch Zeit
geben, werden Quitte- und Holunderblütenaromen als
nächstes die Nase betören. Bei noch mehr Zeit
stoßen Sie auf immer neue Duftfacetten, ein schier
grenzenloses Entdecken.
Dabei handelt sich um den „Einstiegswein“;
der bereits andeutet welches Qualitätsniveau dieser
Jahrgang bei Cornelia und Reinhard Löwenstein hat. Den
Weinen von Heymann-Löwenstein mit Lagenbezeichnungen
sollten Sie hingegen weitere Reifezeit auf der Flasche
gönnen, wobei diese Weine sowie so erst nach 18 Monaten
nach der Lese für den Verkauf freigegeben werden. Ist
die Neugier zu hoch, empfiehlt es sich diese Weine unbedingt
3 Stunden vor dem Genuss zu dekantieren. Die Nachfrage nach
ihren Weinen ist aber inzwischen national und international
so hoch, dass man sich sehr frühzeitig um seinen Bedarf
kümmern muss. War die Subskription von Weinen bisher
den berühmten Châteaux aus Bordeaux vorbehalten,
dürfte Heymann-Löwenstein das erste deutsche
Weingut Deutschlands sein, dass auch hier eine
Vorreiterrolle einnehmen wird.

Weingut Heymann-Löwenstein
Bahnhofstraße 10 • 56333 Winningen
Fon: +49 (0)2606 / 1919 • Fax: +49 (0)2606 / 1909
www.heymann-loewenstein.com
Thomas A. Nickels
Landgasthof Paulus
Prälat-Faber-Straße 2-4
66620 Nonnweiler-Sitzerath
Fon: +49 (0)6873 / 91011
Fax: +49 (0)6873 / 91191
Weinbistro Archipenko
Bismarckstraße 11-15
66111 Saarbrücken
Fon: +49 (0)681 / 9964230
Fax: +49 (0)681 / 9509803
E-Mail: info@landgasthof-paulus.de
Web: www.landgasthof-paulus.de |