Neuer Schwung im ehrwürdigen Gasthaus Zahm
Rolf Klöckner sprach mit Peter Ruppel über das
Wiederaufleben des alten „Zahm“.
regioGuide:
Was hat Euch denn da geritten, den „Zahm“ zu
übernehmen?
Peter Ruppel:
Die Aufgabe, den „Zahm" wieder zu „dem
Gasthaus am St. Johanner Markt" zu machen, wird sicher
nicht leicht; aber ich liebe Herausforderungen! Also meinen
Koch und Partner Reiner Starck brauche ich dir ja nicht
vorzustellen.
regioGuide:
Doch, für unsere Leser will ich schon daran erinnern,
er kochte einst einen Stern im Parkhotel in Völklingen,
galt mit seiner Mühle bei Saarwellingen als eines der
300 besten Landgasthäuser.
Peter
Ruppel:
Wir werden zusammen wieder die gute alte
„Gasthaus-Kultur" auferstehen lassen. Wir bieten
vorwiegend regionale (saarländisch-französische)
Küche an ... bürgerlich bodenständig, aber
mit „mediterraner Rafinesse". Die meisten
Gerichte liegen in der Preisklasse bis 15.- Euro; die
Obergrenze wird unter 20.- Euro liegen. Wer will, kann vom
„Sternekoch Starck" auch ein ganz individuelles
Menu zusammen gestellt bekommen.
Von den „Geheiratnen mit Steinpilzen",
über die „Original Daarler Wies" bis zum
„Boeuf bourguignon" gibt es die Klassiker der
Region auf der Standartkarte. Täglich wechselnd bieten
wir ein preiswertes Stammessen und eine etwas erweiterte
„Plat du Jour" an. Reiner und meine Ehrensache,
dass alles frisch und ohne „Zaubertricks"
zubereitet wird. Das Stammessen wird immer auch mit
Gemüse angeboten und fettarm gekocht, das habe ich als
Gast die letzten Jahre am Markt am meisten vermisst.
regioGuide:
Kommunikation war doch immer ein Thema beim
„Zahm“. Wie sieht es damit aus?
Peter Ruppel:
Am Buffet wird es wieder die zahmtypischen Frikadellen,
Quiche Lorraine und wahrscheinlich auch wieder
Hackschnittchen geben. In der Zeit nach dem Mittagstisch
bieten wir täglich eine gute Kuchenauswahl und
Kaffee-Spezialitäten.
regioGuide:
Du bist doch Musiker mit Leib und Seele. Singst Du mir in
Zukunft die Läwerknäpp vom Tisch?
Peter Ruppel:
Als Musiker ist es nahezu selbstverständlich, dass wir
im Nebenzimmer eine kleine Bühne installieren. Eine
komplette Gesangsanlage ist fest installiert und von der
Gitarre, über das Klavier bis zum Akkordeon sind immer
alle Instrumente vor Ort, so dass jederzeit auch spontane
„Jam-Sessions" möglich sind.
Montags werde ich einen festen musikalischen
Unterhaltungsabend veranstalten, an dem ich aber auch
Gespräche mit den Musikern führe, die ja immer
auch interessante Anekdoten zu erzählen haben.
Kommunikation und direkter Kontakt zum Publikum sind der
Aufhänger für Blues-, Soul-, Chanson-Abenden ...
Meine Kontakte zum Rundfunk ermöglichen es auch, hier
und da mal echte „Promis" in den Zahm zu
bekommen.

Eins noch am Rande: Wir werden wohl eins der ganz wenigen
Gasthäuser sein, die einen Nebenraum haben, in dem noch
die Zigarette oder die Zigarre nach dem Essen geraucht
werden darf. Eine neue gute Abluftanlage wird aber auch in
diesem Raum für gute Luft sorgen. Der vordere,
größere Gastraum ist rauchfrei.
regioGuide:
Sonst noch was Besonderes?
Peter Ruppel:
Wir bekommen von unserer Hausbrauerei Bruch ein speziell und
exklusiv für uns gebrautes Frischbier, wie es sonst nur
als Fest- oder Maibier in Brauhäusern zu bekommen ist.
Auch ein französisches Bier - Marke ist noch nicht fest
- werden wir am Anstich haben. Eröffnung wird offiziell
am 3. März sein. Also, bis dann. Weitere Infos unter www.deruppel.de
Wir wünschen diesen beiden ambitionierten
Gastronomen viel Erfolg. |