Spargel mit jungen Kartoffeln und Frühlingsweinen
Anfang
des 17. Jahrhunderts wurde schon Spargel gekocht. Zu dieser
Zeit entstanden die ersten Anbaugebiete, die zum Teil noch
heute Bedeutung haben. Ohne Zweifel ist mit dem Anbau von
grünem Spargel wesentlich früher begonnen worden.
Vor allem in Frankreich ist der Anbau des grünen
Spargels bevorzugt worden, er hat zwei Vorteile: er schmeckt
intensiver und man braucht ihn nicht zu schälen. Im
Saarland ist die Spargelgegend rund um Wallerfangen. Dort
kann man auch den Spargel direkt vom Hof beziehen.
Noch
im 19. Jahrhundert schätzte man Spargel nicht nur wegen
seines Wohlgeschmacks, sondern auch wegen seiner
vermeintlichen Heilwirkung. So war Spargel im amtlichen
Arzneibuch vermerkt, musste also in Apotheken vorrätig
sein. Carl Zuckmayer sagte über das königliche
Gemüse: „Wenn Du Kartoffeln oder Spargel isst,
schmeckst Du den Sand der Felder und den Wurzelsegen, des
Himmels Hitze und den kühlen Regen, kühles Wasser
und den warmen Mist.”
Beim Spargelkauf sollte die Frische die höchste
Aufmerksamkeit zuteil werden. Die Spargelenden sollten nicht
hohl, bräunlich verfärbt oder ausgetrocknet sein.
Zur Probe drücken Sie das Ende zusammen. Wenn es
spritzt, so ist der Spargel wahrscheinlich frisch. Der Saft
sollte zudem angenehm duften und nicht säuerlich
schmecken.
Jetzt,
wo die ersten Frühlingskartoffeln reif werden, dienen
diese als perfekte Ergänzung zum Spargel. Ich serviere
sie mit einer Sauce hollandaise, lieber noch mit einer
Béarnaise, da die Kräuter der Sauce mehr Frische
geben. Dazu reiche ich Schinken, Kalbsmedaillons oder ein
kleines stück vom Rinderfilet.
Zeit die neuen Weine zu öffnen! Einer meiner
Lieblingswinzer schrieb mir diese Woche, dass er von dem
Jahrgang 2007 noch Großes erwarte. Da kann ja Freude
aufkommen, das Jahr fängt ja gut an. |