regioGuide - Le Guide BleuGenuss grenzenlos - Des gourmandises sans frontières  
Startseite
Den regioGuide einfach online bestellen
Die Region genießen
  Saarland
  Trier-Saarburg
  Dép. Meurthe-et-Moselle
  Dép. Moselle
  Luxembourg
Wein der Region
  Saarland
  Trier-Saarburg
  Lorraine
  Luxembourg
  Rebsorten
Genussinformationen
  Buchbestellung
  Restaurants stellen sich vor
  Produzenten stellen sich vor
  Obst- und Gemüsekalender
  Berichte & News
  Interview mit Rolf Klöckner
  Partner
  Links
  Impressum
Restaurantempfehlungen
Genussempfehlungen
Realisierung der Homepage
Völklingen lebt gesund
Kloecknervision - Visionen für eine bessere Zukunft
 
Genuss grenzenlos
 
Rebsorten der Region
 

Alle Weine, die im Saarland, in Lothringen, in Luxemburg und im Landkreis Trier-Saarburg an Mosel und Saar vinifiziert werden, basieren bis auf kleinste Ausnahmen auf den gleichen Rebsorten. Aus diesem Grund wird darauf verzichtet diese gebietsspezifisch zu behandeln. Ungeachtet dessen ergeben sich im Endprodukt Wein einige Unterschiede, die auf geologische und klimatische Gegebenheiten sowie die Vinifizierungsmethode und den Stil des einzelnen Weingutes zurückzuführen sind. Es ist also unerläßlich diese durch eigene Proben festzustellen. Jede(r) WeinliebhaberIn muß selbst entscheiden welche dem persönlichen Geschmacksideal am nächsten kommen. Die nachfolgenden Profilbeschreibungen der einzelnen Rebsorten sollen den sortentypischen Charakter verdeutlichen.

Einige deutsche Rebsorten, vornehmlich Neuzüchtungen wie Morio-Muskat, Bacchus, Kerner und Dornfelder werden nicht einzeln aufgeführt, da selbst die unter Reben stehende Anbaufläche der saarländischen Obermosel verschwindend gering ist. Das heißt aber nicht, daß diese Weine uninteressant sind. Nutzen Sie die Möglichkeit der Verkostung, falls das eine oder andere Weingut diese "Exoten" anbietet. Gleichfalls sind die verschiedenen Vinifikationsmethoden der Weiß-, Rosé- und Rotweine nicht detailliert beschrieben, da zu diesem Thema sehr gute Fachliteratur vorliegt und es weitaus spannender ist die Weinerzeuger auf ihre Arbeit anzusprechen. Im gesondert aufgeführten Literaturverzeichnis finden Sie eine ausreichende Auswahl über diese Thematik.

Noch ein Wort zur Veredelung und Verbesserung der Rebsorten sei gestattet. Seit langer Zeit wird im Bereich der Rebselektionierung herumexperimentiert. Krankheitsresistende Sorten wurden geschaffen, aber auch völlig unsinnige Ergebnisse bei der Ertragssteigerung wurden erzielt. Mit der Gentechnik wurde nun eine neue Experimentierplattform kreiert, die die Möglichkeit bietet, komplett neue Rebsorten zu gewinnen. Ob dies ein Grund zum Jubeln ist, wird die Zukunft zeigen. Alle, ob Weinerzeuger, Wissenschaftler oder auch Politiker, sind aufgefordert mit Argusaugen darüber zu wachen, daß keine der alten Rebsorten im Nirwana verschwindet und dem Verbraucher keine gesundheitsgefährdenden Flüssigkeiten mit dem Namen Wein angeboten werden. Der Verbraucher selbst hat den Einfluss solche Machenschaften zu unterbinden. Vergewissern Sie sich in Zukunft genau für was Sie Ihr Geld ausgeben. Ihre Gesundheit, die Natur und letztendlich Ihr Gewissen werden es Ihnen danken.

 

Auxerrois

AuxerroisEigentlich ist alles "mittel" am Auxerrois. Er hat eine mittlere Reifezeit, mittelgroße Früchte und ergibt Weine, die in ihrer Qualität weder nach oben oder nach unten tendieren. Diese Rebsorte aus der Familie der Burgunder aber als mittelmäßig einzustufen wäre ungerecht.

Die Heimat des Auxerrois liegt wie zu vermuten im Burgund und im Gebiet der oberen Loire, aber das sein Name von der französischen Stadt Auxerre abgeleitet wird, kann nur vermutet werden. Seine weiteren Verbreitungsgebiete sind natürlich die Region Sar-Lor-Lux und das Elsaß.

Die Weine des Auxerrois reichen je nach Anbaugebiet von leicht bis körperreich und in der Nase entfaltet er ein dezentes, fruchtiges Bukett. Seine Eignung als Begleiter von Speisen ist unbestritten, da er durch seine Unaufdringlichkeit deren Eigengeschmack fördert.

 

Chardonnay

Die weiße Burgundertraube par excellence. Ihre Reputation erhielt sie in ihrer burgundischen Heimat, wo sie verantwortlich ist für die Erzeugung all dieser herrlichen Montrachets, Meursaults und Corton-Charlemagnes. Durch ihre Anpassungsfähigkeit und Genügsamkeit hat sie sich in fast allen Anbaugebieten Eintritt verschafft.

ChardonnayEine detaillierte Schilderung ihres sortenspezifischen Charakters ist kaum möglich, da sie von Anbaugebiet zu Anbaugebiet, von Winzer zu Winzer immer verschiedene Stile aufweist und diese normalerweise nicht miteinander verglichen werden können. Mal erscheinen die Weine leicht, mal üppiger, dann wiederum mit einem mineralischen oder fruchtigen Ton. Die einzige Gemeinsamkeit, die alle Weine aufweisen, die aus der Chardonnaytraube erzeugt werden, ist der trockene Ausbau. Dieser kann z.B. in Edelstahlbehältern oder in kleinen Holzfässern, den Barrique, erfolgen.

Somit ist ihr überwältigender Erfolg bei allen WeinliebhaberInnen leicht nachzuvollziehen. Aber die Krone setzt sich der Chardonnay bei der Champagnererzeugung auf. Eine große Chance für die Weinerzeuger in der Region Sar-Lor-Lux, da die dort vorliegenden Muschelkalkböden sich günstig auf den Anbau von Chardonnayreben auswirken sollten. Dazu kommt noch, dass der Chardonnay seit Anfang der 90er Jahre in den deutschen Anbaugebieten zugelassen ist.

Für die nahe Zukunft verspricht dies eine interessante Entwicklung. Man wird sehen ob der Chardonnay in der Region Sar-Lor-Lux heimisch wird und welche Qualitäten auf Dauer zu erwarten sind. Es ist zu hoffen, daß die Weinerzeuger im Umgang mit dieser hervorragenden Rebsorte ein glückliches Händchen haben, alle Möglichkeiten ausschöpfen ohne von dieser Rebsorte zu viel oder zu wenig fordern.

 

Elbling

ElblingEr ist ein Synonym für den Weinbau an der Obermosel. Frühreifend mit teils hohen Erträgen und einer markigen Säure ausgestattet, eignet er sich vorzüglich als Schoppenwein für durstige Gemüter. Das er als Sommerwein noch nicht zu Ehren kam hängt wohl von seinem "unattraktiven" Namen (z.B. gegenüber dem mediterranen Pinot Grigio) und seiner geringen Verbreitung ab.

Dem gegenüber kann er auf eine zweitausendjährige Geschichte zurückblicken. Ob nun die Römer ihn eingeführt oder die alten Kelten ihn schon angebaut haben, der Elbling hat alle geschichtlichen Irrungen und Wirrungen überdauert. Das nötigt ihm und den Winzern, die ihm die Treue gehalten haben, Respekt ab. Seit ungefähr 20 Jahren dient er, mit gutem Erfolg, als Sektgrundwein.

Man kann nur hoffen, dass diese dichte Traube mit ihren großen, nahezu runden Beeren noch lange erhalten bleibt und ihre LiebhaberInnen weiterhin erfreuen kann.

 

Gamay

GamayDer Gamay hat für das Anbaugebiet um Toul wohl die gleiche Bedeutung wie der Elbling im moselanischen Dreiländereck. Er ist eine reine, gebietstypische Spezialität, die zu Schaumweinen und einem Rosé, dem Gris de Toul, verarbeitet wird.

Im Gegensatz zum Elbling ist der Gamay noch in anderen Gebieten verbreitet, wobei das Beaujolais und die Rebberge der Ardèche besonders hervorzuheben sind. Der Gamay/Gris de Toul ist ein angenehmer Wein, der gut zu Fleisch und Käse passt. Im Sommer, auf einer schattigen Terrasse genossen, erfreut er gerne das Herz des Ruhesuchenden.

 

Gewürztraminer

GewürztraminerDurch den unverkennbaren würzig, floralen Duft findet man leicht Zugang zu den Weinen dieser eigentümlichen Traube. Diesen Umstand kann man besonders häufig bei Menschen feststellen, die nur sporadisch mit Wein in Verbindung kommen. Trotzdem ist diese Rebsorte, deren rötlich schimmernde Beeren spät reifen, in die Reihe der besten Sorten einzugliedern, ohne dass sie mit der Feinheit des Rieslings oder der Wandlungsfähigkeit des Chardonnays gleichzusetzen ist. Nur ein voll ausgereifter Gewürztraminer kann seine Qualitäten im Glas zeigen. Ebenso können die überreifen, mit Edelfäule überzogenen Beeren zu beachtlichen süßen Spezialitäten gekeltert werden.

Aber Vorsicht! Der Gewürztraminer ist gewiss keine Säurebombe und seine Weine können oft sehr alkoholreich sein. Sie präsentieren sich vollmundig, schwer mit einer nahezu öligen Struktur. Diese Weine sollten dann maßvoll zu einer passenden Gelegenheit genossen werden und in größeren Mengen kann es zu einer Tortur ausarten. Die immer noch weit verbreitete Unart solche Weine am Beginn eines Menüs zu einer Gänse- oder Entenleberpastete zu trinken sollte allgemein mit Verachtung gestraft werden. Einen weiteren Genuss der darauf folgenden Speisen und Weine ist fast nicht mehr möglich, da der intensive Geschmack des Gewürztraminers die Geschmackspapillen überdeckt und nahezu lahmgelegt. Zu gewissen Käsesorten eignet er sich sehr gut. Wenn aber der Wein in einer leichteren Form mit genügend Säure ins Glas kommt kann er diverse Speisen wie Terrinen und Salate bestens begleiten.

 

Grauburgunder

Der Grauburgunder ist ein wahres Chamäleon. Als Mutation aus dem Spätburgunder hervorgegangen, hat er es geschafft, jeweils unter einem anderen Namen in fast allen Weinanbaugebieten heimisch zu werden. In Deutschland wird er auch unter dem Namen Ruländer erzeugt und vermarktet. Trotz seiner Zugehörigkeit zur Familie der Burgunderrebsorten kann er einige Charakterähnlichkeiten mit dem Gewürztraminer vorweisen.

GrauburgunderEine mittlere bis späte Reifezeit mit teilweise sehr hohen Mostgewichten ergeben im Normalfall säurearme, sehr extraktreiche, üppige Weine, die meistens trocken ausgebaut werden. Obwohl nicht unbedingt nötig, werden manchmal Barrique zum weiteren Ausbau verwendet. Diese Weine wie auch die süßen Kreszenzen geben dem Grauburgunder einen universellen Charakter und zeigen auf welche Möglichkeiten in ihm schlummern. In nördlichen Anbaugebieten werden die Grauburgunderweine mit Rücksicht auf einen spürbaren Säureanteil nicht ganz so üppig und ausladend vinifiziert. Seine ansprechende Fruchtigkeit im Bukett und sein voller Geschmack befähigen ihn als Begleiter von Wild, Braten und rustikaleren Gerichten.

 

Müller-Thurgau

Müller-ThurgauMüller-Thurgau und Rivaner sind beides Synonyme für die gleiche Rebsorte. In den 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts entstand diese Neuzüchtung aus einer Kreuzung zwischen Riesling und Gutedel, dem Chasselas. Lange war man der Meinung, dass ihr Schöpfer Prof. Müller aus dem schweizerischen Thurgau den Riesling mit Sylvaner kreuzte. Die These wurde nach neuesten gentechnischen Untersuchungen widerlegt. Seit dieser Zeit hat sich diese Rebsorte besonders in Luxemburg und Deutschland so stark verbreitet, dass sie, wenn man Rebfläche und Ertrag zu Grunde liegt, als führende Sorte betrachten muß. Ebenso ist sie in den lothringischen Moselanbaugebieten um Sierck-les-Bains und Contz-les-Bains noch reichlich vertreten.

Als frühreifender Rieslingersatz mit günstigen Mostgewichten gedacht wurde ihre Erträge, besonders durch Massenkultivierungen in ungeeigneten Flachlagen, ins Unermessliche gesteigert. Die Weine, die durch diese unverantwortlichen Maßnahmen entstanden, konnten und können niemals eine gute Qualität erreichen. In letzter Zeit haben qualitäts- und marketingbewusste Winzer diesem Umstand Rechnung getragen und vinifizieren den Müller-Thurgau/Rivaner mit dem typischen Muskataroma vieler Kreuzungen als spritzigen, jung zu trinkenden Wein. Manch Wagemutige experimentieren auch mit einem Barriqueausbau. Alles in allem wird der Müller-Thurgau/Rivaner wohl ein alltagstaugliches Pendant zu den Weinen der Edelreben bleiben.

 

Riesling

Der Riesling ist wohl die edelste der weißen Trauben und für viele Kenner und WeinliebhaberInnen der König überhaupt. Seine enorme Bandbreite erlaubt es großartige Weine von trocken bis edelsüß zu keltern ohne das er dabei seine Typizität verliert. Egal auf welchem Fleckchen dieser Erde er angebaut wird, seine charakteristischen Merkmale in Bezug auf Duft und Säure wird er nie verlieren.

RieslingObwohl er sehr spät reift, erlangt er seine größten Qualitäten in den kühleren, nördlichen Anbaugebieten. Hier gelingt es, vollkommene physiologische Reife vorausgesetzt, Weine von unglaublicher Feinheit, Struktur und Leichtigkeit, gepaart mit einem feinen Säurespiel, zu machen. Oft wird auch der Ausdruck "stahlig" verwendet, der aber nur einen Teil des Charakters widerspiegeln kann. Nach Süden zu werden die Weine immer voller und weicher. Außerhalb Deutschlands und den benachbarten moselanischen Anbaugebieten in Lothringen und Luxemburg werden aus dieser Supertraube noch im Elsaß und in der österreichischen Wachau erstklassige, vorwiegend trockene Weine gekeltert.

Der Riesling, der sich nicht als Massenträger versteht, ist ein idealer Begleiter vieler Speisen. Nach einem gelungenen Menü sollte man sich ruhig ein Gläschen eines edelsüßen, gereiften Rieslings genehmigen. Dieser Geschmackseindruck hat schon einige Trockenfreaks geläutert.

Beim Gang durch den Weinberg präsentiert sich der Riesling als kleine bis mittelgroße Traube mit kleinen, gelben Beeren, dessen Blätter fünfzackig mit tiefen Kerben sind. Wie schon kurz erwähnt eignet sich der Riesling sehr gut für eine längere Lagerung. Manche Weine müssen zehn Jahre und mehr auf der Flasche liegen, um ihre Trinkreife zu erlangen.

 

Spätburgunder

Der Spätburgunder ist, abgesehen vom Gamay, der sich im Gris de Toul wieder findet, der einzig erzeugte Rotwein in der Region Sar-Lor-Lux. Seine dunkelroten, runden Beeren, die sich zu einer dichten Traube einigeln, bieten den Winzern die Möglichkeit solide Roséweine und manchmal einen superben Roten zu erzeugen. Ebenso hat die Eignung zum Ausbau in kleinen Holzfässern und die gute Haltbarkeit dieser noblen Sorte ihre Reputation und Beliebtheit auf der ganzen Welt verstärkt.

SpätburgunderObwohl der Spätburgunder, wie sein Name schon andeutet, zu den spätreifenden Sorten gehört, bringt er gute, ja manchmal erstklassige Qualitäten in kühleren Anbaugebieten. Dies zeigt er besonders in seiner burgundischen Heimat, wo er Weine von unnachahmlicher Feinheit, Fruchtigkeit und großer Eleganz hervorbringt. Leider wird oft übergangen, dass der Spätburgunder einen hohen Lagenanspruch hat. Hohe Erträge, die speziell aus bestimmten Klonen der Rebe gewonnen werden, lassen die Weine öfters zu nichts sagenden Getränken verkommen. Mangels Extraktstoffen setzt man diesen Weinen nun ein Alkoholhäubchen auf, um fehlende Struktur, Fruchtigkeit und Finesse auszugleichen. Solche Praktiken sind generell abzulehnen, da sie Winzer wie Weintrinker und auch dieser bemerkenswerten Rebsorte außerordentlich schaden.

Erfreulicherweise hat der Spätburgunder, wie auch der burgundische Verwandte Chardonnay, noch ein weiteres As im Ärmel stecken. Unbestritten sind seine Qualitäten als Grundwein zur Schaumweinerzeugung. Das verdeutlicht er nirgendwo besser als in der Champagne. Aber auch die regionalen Winzer können diesen positiven Umstand für ihre Gutssekte nutzen.

Auch als Speisenbegleiter wird er schon seit langer Zeit geschätzt. Bei Fleischgerichten mit dezenten Soßen ist der Spätburgunder ein idealer Partner. Ebenso bei Fisch, besonders wenn Süßwasserfische verwendet und mit Spätburgunder verfeinert werden, sollte man ein gutes Glas nicht ablehnen. Fast unschlagbar ist aber die Kombination von Wild und Spätburgunder. Es erweckt manchmal den Eindruck, dass er nur dafür geschaffen wurde.

 

Weißburgunder

WeißburgunderDer jüngste Vertreter der Burgunderfamilie, eine Mutation des Grauburgunders, ist leider nicht so bekannt wie seine großen Verwandten. Eigentlich sehr schade, da er dem Chardonnay bezüglich Feinheit und Eleganz gerne nacheifert. Die Eignung des Weißburgunders zum Ausbau in Esdelstahlbehältern und Barrique sowie als Sektgrundwein bezeugen seine erstklassigen Fähigkeiten.

 
© 2006 - Sélection Rolf Klöckner • Petersbergstraße 75 • 66119 Saarbrücken • Fon 06 81 / 9 85 03 40 • Fax 06 81 / 9 85 03 42